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Freitag, 6. Juli 2012

Pfyn - Kulturhauptstadt der Schweiz: Aus dem Tagebuch und die Einladung zum grossen Fest (6.,7. und 8. Juli 2012)

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Im Städtlipark vor der Eingangstüre zum zeitgarten.ch steht jetzt ein Beduinenzelt der evangelischen Kirchengemeinde von Pfyn und an allen Ecken und Enden in Pfyn wird fleissig gearbeitet: Stände werden aufgebaut und Zelte hergerichtet, das Römerlager beim Amphitheater entsteht, das Programm für ‚Kultur pur’ in der Trotte wartet nur darauf, dass es losgeht, das Temporäre Museum im Schulhaus ist in hektischer Vorbereitung und und und...

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Pfyn – die Kulturhauptstadt der Schweiz 2011 – 12 bereitet sich vor auf den Höhepunkt – das grosse Kulturhauptstadt-Fest vom 6. – 8. Juli 2012, das zeigen soll, was die kleine Thurgauer Gemeinde auf die Beine stellen kann und wie ernst Pfyn den Titel der Kulturhauptstadt nimmt.

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Das Organisationskomitee hat sich im letzten Jahr gegründet und ganze Arbeit geleistet: die Pfyner Vereine sind eingebunden und bieten Festwirtschaften und verschiedene Attraktionen an. Für den Samstag wurden alle ehemaligen Schüler der Pfyner Primarschule zu einem Klassentreffen eingeladen und am Samstagabend wird der Nadelmann Chor ein Konzert in der Pfyner Kirche zum Besten geben.

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Kultur beginnt an der Basis und das Beste ist, wenn sie sich langsam aufbaut – war einer der Grundsätze die wir in Kooperation mit dem Gemeinderat bei den vorbereitenden Workshops festgehalten haben. Kultur soll allen offen stehen und klar machen, dass sie einen wichtigen Beitrag für eine Gemeinschaft leisten kann. Mit welchem Feuereifer und Elan alle Beteiligten sich in die Arbeit gestürzt haben, das ist bewundernswert und zeigt, dass die Grundsätze auf fruchtbaren Boden gestossen sind und wuchsen und gediehen.

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Das Fest beginnt am Freitag Abend um 19 Uhr im Wahrzeichen und Symbol der Kulturhauptstadt der Schweiz – dem Amphitheater. Das Programm kann man hier > expo-adfines) herunterladen und sich einige der Attraktionen vormerken. Jetzt bleibt uns nur noch auf gutes Wetter zu hoffen und Sie alle nach Pfyn in die Kulturhauptstadt der Schweiz einzuladen, um das Wochenende mit uns zusammen die Pfyner Kultur zu feiern!

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(Mitgeteilt von Alex Meszmer und Reto Müller – Fotos: zeitgarten.ch)

   

Dienstag, 12. Juni 2012

KOFFERGESCHICHTEN von Ort zu Ort – Video mit Impressionen aus Bern-West


Im Rahmen der "Demokratischen Kunstwochen" in der Kulturhauptstadt der Schweiz Pfyn entwickelte die Theaterpädagogik Anna Stäubli zusammen mit Meris Schüpbach und kidswest.ch sowie Kinder und Jugendliche aus Pfyn die "Koffergeschichten". Diese wurden in Pfyn und Bern aufgeführt. Wir zeigen Impressionen vom 9. Mai 2012 (Bern-West).

Weitere Informationen und Berichte finden sich > hier

   

Donnerstag, 10. Mai 2012

Ich bin ein Museum und reise auch mal nach Bern

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Aus der Reihe: “Künstler auf gängiger Tat ertappt”

Und wer soll das sein? Informiere dich hier (direkt beim Zeitgarten.ch)

   

Montag, 16. April 2012

Pfyn - Kulturhauptstadt der Schweiz: Aus dem Tagebuch

IMG_0775Die Kulturhauptstadt - Tafel mit der Ankündigung von Fatma Hendawy

Die Vorbereitungen der Tagung 'Demokratische Kunst?' und der Ausstellung zu den 'Demokratischen Kunstwochen' laufen auf Hochtouren. Die Wünsche der Künstlerinnen und Künstler sind wichtiger Ausgangspunkt für die Präsentationen, die Präsentationsorte müssen gefunden und mit den Eigentümern verhandelt werden. Dann geht es darum die Auftritte der einzelnen Projekte zu planen, Infrastruktur zu bauen und alle Informationen mit einem Flyer zu bündeln. Bei zehn künstlerischen Projekten, bei denen ausser den Künstlerinnen und Künstler auch Pfyner beteiligt sind, ist dies eine grössere logistische Aufgabe.

Dazu kommt die Planung der Anreisen und Aufenthalte und der Unterkünfte der Künstlerinnen und Künstler für das Tagungswochenende. Soviel Platz haben wir bei uns leider nicht um alle unterzubringen und Pfyn hat nur ein kleines Hotel im Ortsteil Dettighofen - es ist schön, dass einige Pfyner Gästezimmer zur Verfügung stellen und sich darauf freuen Künstlerinnen und Künstler bei sich aufzunehmen.

Die Reiseplanungen sind normalerweise nicht so schwer - ausser es betrifft aussereuropäische Länder und unsere Künstlerin aus Aegypten, Fatma Hendawy Yehia ist davon betroffen. Die Visa Regulierungen für die Schengenländer sind hart und die Situation bei uns in der Schweiz ist noch lange nicht so aussichtslos wie z. B. in Grossbritannien, allerdings sind entgegen der Behauptungen verschiedener Parteien, die Regeln eher verschärft worden und die Behandlung auf den entsprechenden Aemtern ist wohl mit Schikane am besten beschrieben. Im letzten Jahr war bis zwei Tage vor der Abreise nicht klar, ob Fatma Hendawy in die Schweiz kommen kann - mit der diesjährigen Wiederholung setzen wir uns gerade auseinander, allerdings unter härteren Bedingungen und ob Fatma ein Visa bekommt, mit dem sie auch rechtzeitig zur Tagung und zur Vernissage kommen kann, steht unter den gegebenen Umständen in den Sternen.

IMG_0770Workshop mit der Gruppe MEMOpfyn

Fatma Hendawys Projekt zu den 'Demokratischen Kunstwochen' ist MEMOpfyn - das Gedächtnis von Pfyn. Sie arbeitet zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde  und hat in Workshops im Juni 2011 die Grundlagen zum Aufbau eines Archivs von und über Pfyn - einer Bibliothek von Pfyn - gelegt. Eine Gruppe von Interessierten hat sich in den letzten Monaten mehrmals getroffen, hat ein Formular entwickelt und sich Gedanken gemacht, wie sich eine Bibliothek manifestieren kann, an welchem Ort sie stattfinden wird, welche Organisationsform (Verein) am besten funktioniert und was der Sammlungsschwerpunkt eines Pfyner Gedächtnisses ist.

IMG_0735Besprechung mit dem Präsidenten der evangelischen Kirchengemeinde Ueli Zuberbühler

Fatma Hendawy war vor allem eines wichtig: als Kuratorin an der Bibliothek von Alexandria hat sie erlebt, wie eine Bibliothek vollkommen an der Lebensweise und den Bedürfnissen der Menschen vorbei von oben als Prestigeobjekt in eine Stadt gepflanzt wird und dort Fremdkörper bleibt. Deswegen wollte sie von Anfang an auf die Wünsche der Menschen eingehen und mit ihnen zusammen eine Bibliothek aufbauen und organisieren. Spannend für die Auseinandersetzung mit dem Thema Bibliothek waren für Fatma Hendawy die verschiedenen Formen von Umgang mit Wissen, Kunst, Geschichte, Macht, Politik und mit Menschen zu vergleichen, die sie erlebt hat und daraus Schlüsse zu ziehen.

Der Neubau der Bibliothek von Alexandria von einem belgischen Architekten in die gewachsenen Stadt heisst im Volksmund: der Kanaldeckel, die Führung der Bibliothek ist ein Spiegelbild des ägyptischen Staates im kleinen und die Anknüpfung an den Mythos der alexandrinischen Bibliothek aus der Antike geht einher mit der Absicht, ein Abbild allen Wissens der Welt zu sein. Von Anfang an wurde in der neuen Bibliothek von Alexandria ein Zentrum zur Digitalisierung und Aufbewahrung von Wissen eingerichtet, während die eigentlichen Buchbestände durch Schenkungen hinzukamen und finanzielle Mittel für Neuerwerbungen in geheimen Kanälen der Führungsetage versickerten.

IMG_0756Künstlergespräch

Die antike Bibliothek wird bei vielen Autoren erwähnt. Wir wissen einiges über die Bestände, wir wissen, dass es ein einzigartiger Ort der Bildung gewesen sein soll - allerdings ist keine Zeichnung, geschweige denn eine Beschreibung des Gebäudes vorhanden, durch das wir uns den mythischen Ort auch als Ort vorstellen könnten.

Fatma Hendawy hat in Pfyn den Impuls gegeben, eine Bibliothek zu gründen, und damit eine Idee in Köpfe gesetzt, die sich langsam bilden, gestalten, vergrössern, verändern, aufbauen kann. Sie kann mit den Menschen und ihren Erfahrungen und Entdeckungen wachsen und gedeihen und es ist ein Projekt, das über eine lange Zeit eine Verbindungs schafft - zwischen Menschen, zwischen Kulturen - und eine Grundlage für das gegenseitige Verstehen ist.

>> Dies ist ein Beitrag von Alex Meszmer und Reto Mueller


Für die Tagung 'Demokratische Kunst?' kann man sich unter info (ät) zeitgarten (punkt) ch anmelden!

Links:  
Die Situation in Grossbritannien beschreibt Mannick Govinda ausführlich > hier
Informationen zu Fatmas Projekt > hier
Fatmas Vorstellungs - Video und noch ein ausführlicher Text zu ihrer Arbeit > hier
Die neue Bibliothek von Alexandria > hier
Programm zur Tagung 'Demokratische Kunst?' > hier
   

Mittwoch, 21. März 2012

Pfyn - Kulturhauptstadt der Schweiz: Demokratische Kunst? (2. Teil)

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Stefano W. Pasquinis Postkartenaktion

Demokratische Kunstwochen - was ist denn das? Was muss ich mir darunter vorstellen? (2. Teil)

Die künstlerischen Projekte sind im öffentlichen Raum angesiedelt. Sie spielen mit Vorgaben und Aspekten des öffentlichen Raums und stellen sich einer allgemeinen Diskussion. Die Projekte der Demokratischen Kunstwochen verstehen sich nicht als politische Projekte. Demokratie bedeutet nicht in jedem Fall Politik, und demokratische Prozesse sind nicht unbedingt immer politische, genauso wenig wie politische Prozesse immer demokratisch sind. Für uns war es von Anfang an wichtig diese beiden Begriffe auseinander zu halten, denn wir wollten ideologische politische Auseinandersetzungen meiden, zu Gunsten von pragmatischen, die sich mit gesellschaftlichen Fragen wie Identität, Geschichtsbewusstsein, Immigration, Gemeinschaft, Wert usw. beschäftigen.

Eine weitere Vorgabe für die Künstlerinnen und Künstler war unser Oberthema 'forming history' - und damit die Frage, wie Geschichtsbildungsprozesse funktionieren. Wir haben dafür drei Grundfragen formuliert:

1. Wie wird Geschichte gemacht?
2. Wer macht Geschichte?
3. Was wird von uns und unserer Kultur übrig bleiben?

Diese Fragen waren Ausgangspunkt für eine ausgiebige theoretische Recherche im Jahr 2010 und Grundlage für die 'Kulturhauptstadt' in Pfyn und die Demokratischen Kunstwochen als praktische Umsetzung und Anwendung der Theorie. Deswegen sollten die Fragen mit in die Planung der künstlerischen Projekte einfliessen.

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Die beiden Künstlerinnen Eva Paulitsch und Uta Weyrich aus Stuttgart haben in Pfyn
und Umgebung Handyfilme von Jugendlichen gesammelt und ein Videoscreening für die Kulturhauptstadt zusammen gestellt.

Und schliesslich: Der Name 'Demokratische Kunstwochen' ist einerseits Programm: die Künstlerinnen und Künstler kommen im Zeitraum 2011 und 2012 für mindestens zwei Wochen nach Pfyn als artists in residence; die Zeiten sind offen und werden individuell festgelegt; sie wechseln sich ab, überschneiden sich und es gibt Pausen zwischen den einzelnen Aufenthalten.
Andererseits erinnert der Name an Spezialwochen mit Angeboten aus Shopping Malls, Supermärkten oder Boutiquen, Hochburgen des Massengeschmacks, die besondere Gelegenheiten, Heil und Erlösung oder Aussergewöhnliches versprechen und damit Menschen anlocken möchten.

Für alle Beteiligten sind die Demokratischen Kunstwochen Gelegenheit, neue Menschen kennen zu lernen, sich auszutauschen und sich auf Experimente einzulassen. Sprache, Mentalität, Vorstellungen und vieles mehr mögen als Barrieren zwischen den Einzelnen liegen, die Neugierde ist stark genug, um mehr über den anderen heraus zu finden. Die künstlerischen Projekte der Demokratischen Kunstwochen nehmen diese kostbaren Momente auf und bewahren sie - im Idealfall.

Der 1. Teil findet sich hier!

>> Dies ist ein Beitrag von Alex Meszmer und Reto Mueller

Alles zu Pfyn, der Kulturhauptstadt im kulturtv.ch

hier
Link zu den Künstlern mit Links zu den Künstlern: hier
Demokratische Kunst - ein Entwurf: hier
   

Dienstag, 20. März 2012

Pfyn - Kulturhauptstadt der Schweiz: Demokratische Kunst? (1. Teil)

Demokratische Kunstwochen - was ist denn das? Was muss ich mir darunter vorstellen?

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Ana Laura Lopez de la Torre aus London und ihre Aktion am 1. August 2011:
auf der Suche nach Botschaftern von Pfyn und Tulse Hill

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt und wir wollen diesen Eintrag nutzen um ein paar Überlegungen dazu vorzustellen.
Demokratie und Kunst scheinen erst einmal absolut unvereinbar: Demokratie ist auf Mehrheiten ausgerichtet und Kunst in erster Linie elitär und im Moment ihres Schaffens meistens nicht mehrheitsfähig – warum also Demokratische Kunst? Und dann auch noch Demokratische Kunstwochen?

Als Initiatoren haben wir den eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern die Vorgabe gegeben, dass sie ein künstlerisches Projekt mit der Pfyner Bevölkerung entwickeln sollen - vertreten durch einzelne interessierte Privatpersonen, Vereine oder Institutionen - und dass diese Projekte *partizipatorischen* Charakter haben:
Die Pfyner sind also nicht nur ein potentielles Publikum für künstlerische Produkte, sondern beteiligen sich daran, sind Planende, Ausführende, Mitdenkende und Mitwirkende oder Weiterführende im künstlerischen Prozess.

Für eine solche Aufgabe müssen Künstler gewappnet sein, mit Erfahrung im Umgang mit Menschen, die aus einem 'Nicht-Kunst'-Kontext kommen und so in künstlerische Prozesse einbezogen werden. Es braucht Fingerspitzengefühl, Empathie und Offenheit - vor allem von den Künstlerinnen und Künstlern - Eigenschaften, die für uns ein sehr wichtiges Kriterium für die Auswahl der beteiligten Künstler waren (Offenheit braucht es auch vom Publikum, das allerdings den ersten Schritt schon durch die Bereitschaft zur Mitwirkung macht).

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Stefano W. Pasquini aus Bologna bei seiner Aktion am 1. August:
Der Künstler verliesst einen Text zu seinem Projekt und lädt die Pfynerinnen und Pfyner zum mitmachen.

Für die Künstler bedeutet das auch, ihr gewohntes System der Kunst - Atelier, Ausstellungsraum und Institutionen der Kunst - zu verlassen und in einem Kunst-fernen öffentlichen Raum zu arbeiten. Gleichzeitig heisst das auch, nicht 'nur' Künstler zu sein, sondern verschiedene Rollen einzunehmen und mal Initiator und Beteiligter, Animateur und Animierter, Regisseur und Beobachter, Leitender und sich leiten Lassender zu sein; was wiederum dazu führt, dass die Autorschaft an den künstlerischen Projekten nicht nur rein beim Künstler liegt, sondern multipel ist. Aus den Projekten entstehen keine reinen künstlerischen Produkte, die aus einer originären Idee des Künstlers / der Künstlerin geboren sind, sondern in einem sozialen Kontext geschaffene Gemeinschaftswerke.

Die Künstlerinnen und Künstler behalten jedoch eine Leitfunktion und haben Entscheidungsgewalt in ihren Projekten, denn auch in einem demokratischen Raum bedeutet die Schaffung eines Kunstwerks nicht den Ersatz des Künstlers durch eine bestimmende Menschenmasse und die alleinige Umsetzung von Massengeschmack; vielmehr sind die Künstlerinnen und Künstler kulturelle Experten, die - genau wie Juristen, BuchhalterInnen, Ärzte oder Automechaniker - ihre Arbeit in ihrem Spezialgebiet verrichten, ohne populistisch hinterfragt zu werden; im Gegenteil, sie müssen als Experten ernst genommen werden, weil sie mit ihren Projekten eine soziale Verantwortung übernehmen.

Der 2. Teil findet sich hier!

>> Dies ist ein Beitrag von Alex Meszmer und Reto Mueller

Alles zu Pfyn, der Kulturhauptstadt im kulturtv.ch

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Demokratische Kunst - ein Entwurf: hier
   

Donnerstag, 8. März 2012

Pfyn - Kulturhauptstadt der Schweiz: Bericht des Besuchs von kidswest bei kidsost

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Die kidswest vor der Lochmühle

Das Timing klappte perfekt! Irene Schaich holte uns beim Bahnhof in Frauenfeld ab und wir fuhren durch die verschneite Landschaft nach Pfyn und dann durch den Wald in ihr wunderschönes Kulturhaus. Bei der eisigen Kälte konnten wir unsere warm geheizten Räume beziehen, die Matratzen waren mit der frischen Bettwäsche und mit vielen warmen Wolldecken schon parat! Im Ofen knisterte ein Feuer und meine Matratze lag ganz in der Nähe des Ofens. Einfach herrlich! Als wir nach den Bettenzuteilungen hungrig unten in der Küche ankamen wartete dort bereits eine Pfanne feine Gemüsesuppe auf uns. Danach frittierte Irene für die Kids Pommes à discrétion und zum Dessert gab es einen feinen Apfelkuchen. Wir wurden liebevoll bewirtet und es wurde ein entsprechend gemütlicher Abend. In der Küche hatten wir um den Tisch herum in laufend veränderter Besetzung miteinander geschwatzt und in der Stube war der Sitzofen heiss begehrt und das gemütliche Sofa und die Sessel vor dem Fernseher waren auch rotierend besetzt.

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Die Lochmühle

Am Morgen war dann aber durch das erloschene Feuer die eisige Kälte im Haus. Alle Kids pressierten um möglichst rasch angezogen in die warme Küche zum Frühstücken zu kommen. Das war auch ganz praktisch, denn so kamen wir ohne grosse Verspätung in der Schule in Pfyn an. Dort erwarteten uns die KidsOst schon im leeren Klassenzimmer, die Pulte hatten sie zur Wand geschoben und die Stühle zu einem grossen Kreis geformt. Wir begrüssten uns, besprachen im Galopptempo unser voll gestopftes Programm und legten gleich los. Kurze Zeit später herrschte schon ein reges Treiben, Gruppen die ihre Geschichten noch weiterentwickelten, Gruppen die selbständig probten und dann der Reihe nach mit Anna oder mir zusammenarbeiteten. Andere waren emsig dabei Masken zu gestalten und im Werkraum wurde eifrig an den Koffern herumgewerkt. Am Mittag wurden die KidsWest von den Familien der KidsOst zum Zmittagessen eingeladen. Die KidsWest kamen alle begeistert in die Schule zurück, es sei megageil gewesen und alle schwärmten vom feinen Essen und den schönen Häusern. Und schon waren sie alle wieder mitten in ihren Arbeiten drin.

Wieder zu Hause in der Lochmühli erwarteten uns schon warme Stuben! An diesem Abend hatten die Kids verschiedene Spiele miteinander gespielt und Anna, Thierry und ich sassen in der Küche und schwatzten mit Irene, die zwei feine Lasagne kochte. Es ist toll zu sehen wie die Kids gut Essen, die kalte Landluft scheint sie hungrig zu machen.

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Die kids bauen ihre Koffer

Am zweiten Tag ging es in der Schule genau gleich in Kleingruppen weiter. Ich staunte wie gut das alles nebeneinander her geht, wie die Kids sich organisieren, einander helfen und hin und wieder auch aus dem chaotischen „Herumschwirren“ heraus, ich liebe das! Sheila leitete sogar ganz selbständig eine Gruppe, die sich Gedanken zum Entwickeln der Plakate machten!

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Storyboard für ein Koffertheater

Zum Zmittag gab es in der Lochmühli Reis mit Poulet-Geschnetzeltem an Rahmsauce und ein ganz feiner Salat. Zum Dessert bekamen alle einen Bananenshake. Den Kids schmeckte das Essen und sie lobten Irene sei die beste Köchin! Dann kam noch Irene’s Überraschung. Sie lockte die Kids hinaus in den Schnee und „hunterte“ mit ihnen auf 2 Zweiplätzer Holzveloschlitten auf Kufen den Hang hinunter. Den Kids gefiel das ganz toll und sie hatten mega viel Spass dabei und das tägliche Training auch gleich absolviert.


Meris Schüpbach, die Initiatorin und Leiterin der “Freien Kunstwerkstatt kidswest.ch” stellt diesen Bericht über den Aufenthalt der kidswest aus Bern bei den kidsost aus Pfyn Anfang Februar 2012 zur Verfügung.
Gerne veröffentlichen wir diesen als Beitrag als No. 4 des Tagebuchs zum Projekt  “Pfyn, Kulturhauptstadt der Schweiz”

LINKS:  
kidswest.ch - die Homepage hier
Pfyn bei kulturtv.ch hier
kidswest.ch bei kulturtv.ch hier
Kulturhauptstadt der Schweiz hier
   

Mittwoch, 29. Februar 2012

Pfyn - Kulturhauptstadt der Schweiz: Hinter den Kulissen

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Das Kuratorium der Kulturhauptstadt Pfyn bei der Arbeit.

Es ist Februar und kalt in der Kulturhauptstadt der Schweiz und das Leben reduziert sich auf die gute Stube - denn in Pfyn wird fest gearbeitet am Programm für den Sommer 2012 und fleissig in Sitzungen besprochen, wie die weitere Gestaltung des Jahres aussehen wird. Das Kuratorium hat ein Sponsoringkonzept erarbeitet und ist auf Sponsorensuche, diskutiert das Programm im Amphitheater und koordiniert das Jahr. Das OK 'Expo ad fines' plant das grosse Fest am 6./7./8. Juli und koordiniert die Aktivitäten der Pfyner Vereine, Gewerbe, Institutionen und Kulturschaffenden und erstellt eine Logistik für das Programm des dreitägigen Festes. Für das Amphitheater laufen Vorbereitungen und Versuche und wir können noch gespannt sein: Gibt es einen luftigen Dom oder ein Fahnenstangenoval?

Im Transitorischen Museum suchen wir nach Lösungen, wie die Ergebnisse der 'Demokratischen Kunstwochen' - die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler einem Publikum zugänglich gemacht werden können. Denn wie macht man soziale Prozesse sichtbar? Wie zeigt man die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, bei denen weniger ein Produkt entsteht, als eine Manifestation im öffentlichen Raum? Es gibt eine Fülle an Material als Videodokumentationen oder Fotos - wie arbeitet man das am besten auf, konzentriert es und wo wird es präsentiert? Diese Fragen werden uns bis April beschäftigen, eventuell darüber hinaus, denn nicht alle Projekte werden bis Ende April schon begonnen haben, sondern verteilen sich über das Jahr. Diese Woche beginnt auch eine Gruppe von Pfynern sich in die Geschichte und Geschichten einzuarbeiten, um Führungen für Besucherinnen und Besucher von Pfyn anbieten zu können und wer weiss, vielleicht ist eine Führung auch ein möglicher Zugang zu den 'Demokratischen Kunstwochen'.

Planen, Schreiben, Koordinieren, Entwerfen - das ist die ganze Hintergrundarbeit, die notwendig ist und einen guten Ablauf garantiert. Sexy ist sie nicht unbedingt, manchmal etwas langatmig und vor allem ist sie nach Aussen hin nicht sichtbar. Aber ein eiskalter Februar eignet sich besonders gut für emsiges Schaffen hinter den Kulissen...

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Messestand der Kulturhauptstadt der Schweiz im Kunstraum Baden. Vernissage der Ausstellung 'Mobile Territorien'

PS.: Im Kunstraum Baden steht noch bis zum 25. März 2012 der Messestand der Kulturhauptstadt der Schweiz und soll dann auf die Reise durch die Schweiz gehen.

(Dies ist ein Beitrag von Alex Meszmer und Reto Mueller)

Link zu > Expo ad fines hier
Pfyn bei kulturtv.ch hier
Kunstraum Baden hier
   

Mittwoch, 25. Januar 2012

Demokratische Kunstwochen in Pfyn, der Kulturhauptstadt der Schweiz: The Ambassadors Weekend

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Workshop mit Grace Cookey-Gam

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Die eifrigen Sänger von Pfyn

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The Ambassadors Food

Die letzten vier Tage waren turbulent! Vier, nein, fünf quirlige Ladies aus Südlondon kamen nach Pfyn als Botschafterinnen für Tulse Hill Estate und es gab ein dichtes Programm:
Ankunft Donnerstag Abend, Freitag Nachmittag: Napkin Collagen mit Pfynerinnen zu Tea and Scones, Freitag Abend: Dance Night in der Trotte mit Paula Mendez und die Besucher bemühten sich redlich, die Salsa und Mambo Rhytmen in die Beine zu bekommen. Am Samstag Nachmittag gab es einen Workshop mit Mitgliedern des Gospelchors und des gemischten Chors Pfyn und Gästen und Grace Cookey-Gam, eine richtige Südlondonerin mit Schweizer Wurzeln (!) brachte die Kulturhauptstadt zum Klingen und entlockte ganz neue Töne.
Am Sonntag Nachmittag stand der Gesangs-Workshop allen offen und das eifrige Mitsingen wurde am frühen Abend mit Kulinarischem belohnt: Chicken with Jerk, Currys, dazu Ginger Beer und Coconut Water, Chinese Fortune Cookies und Shortbread. Am Montag Morgen besuchten die Damen eine Englischklasse der Primarschule Pfyn und brachte Karten mit Nachrichten von Schülern einer Primarschule aus Brixton, zeigten wie Schulen in London aussehen und durften Schweizer Schoggi für die Schülerinnen und Schüler in London mitnehmen. Die Damen aus der grossen Stadt haben die Herzen der Pfyner im Sturm erobert und man sah hier und dort feuchte Augen beim Abschied. Sie sind Montag Abend wieder zurückgeflogen und beide Seiten versicherten, dass man sich wieder sehen wolle! Dies war vorläufig der Abschluss von Ana Laura Lopez de la Torres Projekt 'The Ambassadors/Die Botschafter' für die Demokratischen Kunstwochen.

Ana Laura Lopez de la Torre wird nach 15 Jahren in London wieder zurück in ihre alte Heimat, nach Uruguay ziehen. Sie übergibt ihr Projekt jetzt einer anderen Botschafterin - Rosalie Schweiker - einer aus Deutschland stammenden Künstlerin, die in Tulse Hill Estate ihr Atelier hat und einen Teil der community work von Ana Laura Lopez de la Torre übernehmen wird. Sie wird im April zu den Demokratischen Kunstwochen nach Pfyn kommen.
Was bei diesem Projekt seit Sommer 2011 entstanden ist, hat auch uns überrascht. Die Idee Botschafter einer 'local community' in London und Pfyn zu suchen und diesen Gelegenheit zu geben, sich auszutauschen, stand am Anfang und inzwischen ist ein kleines Netzwerk von Menschen entstanden, das durch seine Interessen weiterhin Kontakt halten möchte. Sobald Ana Laura Lopez de la Torre in Uruguay angekommen ist, werden wir an der Umsetzung arbeiten, wie ein solches Projekt einem Publikum präsentiert werden kann. Und wir haben schon eine erste vage Idee für ein grösseres Folgeprojekt, aber das verraten wir erst, wenn es dann soweit ist!

Zum ersten Beitrag > hier


Anmerkung der Redaktion:
Pfyn ist die 2. Kulturhauptstadt der Schweiz, nach Romoos. Das Projekt wurde seinerzeit von Dominik Riedo initiiert. Riedo war der 2. Kulturminister der Schweiz, er trat die Nachfolge von Heinrich Gartentor an.
In letzter Zeit war es in diesem Blog eher ruhig um die Kulturhauptstadt. Dies wird sich jetzt ändern. Alex Meszmer und Reto Müller (zeitgarten.ch), die in Pfyn als Verantwortliche zeichnen, werden uns über das aktuelle Geschehen direkt informieren. Die Redaktion von kulturtv.ch dankt für das Entgegenkommen. Roger Levy

Dienstag, 17. Januar 2012

Demokratische Kunstwochen in Pfyn, der Kulturhauptstadt der Schweiz: Der erste Eintrag im Tagebuch – Januar 2012

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Kaum ist der Neujahrsapéro der Gemeinde Pfyn mit der Präsentation des Wettbewerbs für das Amphitheater Pfyn vorüber, sind wir schon mitten drin in der Vorbereitung der nächsten Projekte.
Vom 19. - 23.1.12 kommt Ana Laura Lopez de la Torre aus Tulse Hill, London wieder nach Pfyn. Ana Laura Lopez de la Torres Projekt für die Demokratischen Kunstwochen heisst 'The Ambassadors/Die Botschafter' und verfolgt die Idee einen Austausch zwischen den Einwohnern von Pfyn und Tulse Hill Estate - einem Südlondoner Stadtviertel, das etwa eine ähnliche Einwohnerzahl hat wie Pfyn - anzuregen.

Im Januar bringt sie eine Chorleiterin mit, die mit Pfyner Chören und Singbegeisterten multikulturelle Lieder einstudieren wird um dann einige Schweizer Lieder nach London mitzunehmen und diese mit ihrem Chor zu proben.
Am Freitag Abend, 20.1.12 sind Tanzbegeisterte in die Trotte eingeladen um Moves aus Südlondon zu lernen und mit den Londoner Ladies das Tanzbein zu schwingen. Ein Serviettencollage - Nachmittag und ein Besuch im Englischunterricht der Primarschule Pfyn gehören ebenfalls zum dichten Programm des Wochenendes.
Ihre in Pfyn gesammelten Eindrücke und Souvenirs hat Ana Laura Lopez de la Torre im Herbst zu einem improvisierten Showwaggon verbaut und hat in Tulse Hill eine Swisswheelbarrow Tour gemacht, um für das Projekt Tulse Hill Ambassadors zu werben. Unterstützt wurde sie dabei von der Künstlerin Rosalie Schweiker, die im Kulturhauptstadtjahr ebenfalls nach Pfyn kommen wird.

Am 25.1.12 eröffnet die Ausstellung 'Mobile Territorien' im Kunstraum Baden. Dort wird die Kulturhauptstadt ebenfalls präsent sein, denn wir bauen zur Zeit an einem Messestand, der Pfyn präsentiert.

(Dies ist ein Beitrag von Alex Meszmer und Reto Mueller)

Links:  
Der 2. Bericht aus Pfyn hier

Ana Laura Lopez de la Torres Projekt

hier

zeitgarten.ch in London im Mai:

hier

Swiss wheel barrow Tour

hier

Kunstraum Baden

hier
   

Freitag, 7. Oktober 2011

Im Schweizer Orient – Von Sandros coole Küchenschau bis kidswest.ch (mit Video)

Bruno Schlatter teilt mit:

Gestern mit dem Zug nach Winterthur, von dort mit dem Stahlesel zum Industriepark, wo Karls Kühne Gassenschau noch die letzten Tage gastiert. Aber ich besuchte Sandros coole Küchenschau. Sandro war damals Koch im Goldenen Ochsen zu Zofingen, als ich das Kochhandwerk erlernte und weihte mich in einige wichtige Grundtechniken ein. Später war er jahrelang im Kreuz in Nidau und orientiert sich jetzt neu. Schön, ihn wieder mal getroffen zu haben.

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Kochgrossmeister Sandro

Anschliessend ritt ich weiter via Frauenfeld nach Pfyn,

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Perspektive 1, wie man in Pfyn empfangen wird

kaufte tollen im Dorf produzierten Schaf- und Ziegenkäse, begutachtete das eigenartige Städtli von Pfyn, trank noch ein Bier und war schliesslich pünktlich in der Trotte für die Veranstaltung 'Kidswest mit den Kidsost' im Rahmen der demokratischen Kunstwochen.

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Perspektive 2, wie man in Pfyn empfangen wird

Ausgestellt wurden erste Zeichnungen und die Kids zeigten vier Szenen, an denen sie nun weiterarbeiten, um im Frühling ein Erzähltheater in den public places von Pfyn zu starten.
Offensichtlich gefiel es den Berner Kids im beschaulichen Pfyn.

Links:  
Karls Kühne Küchenschau bei der Gassenschau hier
Zeitgarten hier
Chäsi Pfyn hier
   

Freitag, 15. Juli 2011

Gäste in Pfyn – die Kulturhauptstadt der Schweiz (Ein Polaroid-Projekt – Aufnahme 15/15)

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Damit ist unsere Polaroid-Reportage zur Eröffnung der Kulturhauptstadt der Schweiz – Pfyn – beendet.
Wir danken Thurgau Kultur (via Twitter) für die Unterstützung.

Um was geht es? Alle weiteren Infos befinden sich hier
Alle Beiträge zu Pfyn im kulturtv.ch befinden sich hier

   

Mittwoch, 13. Juli 2011

Dienstag, 12. Juli 2011

Freitag, 8. Juli 2011

Donnerstag, 7. Juli 2011

Mittwoch, 6. Juli 2011

Dienstag, 5. Juli 2011

Montag, 4. Juli 2011

Freitag, 1. Juli 2011