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Mittwoch, 28. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 28. Dezember 2011 – Der Nachtrag

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender war eine täglich Aktion im Dezember, in meinem Blog und ich dachte am 24.12.2011 - so fertig, aus - dem ist aber nicht so, da heute ein "Nachtrag" eingegangen ist. Der Künstler Dominik Lipp hat ihn verursacht.

LINKS:  
Alles zu Dominik Lipp im kulturtv.ch hier
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Samstag, 24. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 24. Dezember 2011 – Das Thun-Panorama kann renoviert werden und einen Blick auf historische Aufnahmen.

Adventskalender 24ter Tag

Der 24. Dezember 2011 – Für viele Menschen auf unserem Planeten steht die “Nacht der Nächte” bevor.

Ich werfe ein paar Blicke in die unbekannte RegionalMonopolZeitung, entdecke zugedeckte Dörfer, sinnvolle Präventionen, Fehlgriffe, einheitliche Regelungen, eine Dienerin des Christkindes, Lippenleser. Erfahre das der Papst am liebsten Fanta trinkt, ein Referendum überflüssig ist, von Ahnungslosigkeit und dem Schutzalter für alle Kantone. Auf Seite 5 höre ich auf zu Lesen. Bring eh’ nichts.

Es gibt nämlich eine gute Nachricht in meinem AdventsKalender-Briefkasten. Das “Thun-Panorama”, das älteste Panoramabild der Welt, kann restauriert werden. Das Geld ist zusammen, das SammlungsZiel wurde sogar um 120’000 Franken übertroffen, statt 360’000 sind 480’000 Franken zusammen gekommen. Eine tolle Geschichte. Jetzt kann die Spenden-Aktion abgeschlossen und das Projekt angegangen werden.

Am 28. Mai 2010 waren auch wir dabei, an einem Gala-Abend mit amerikanischer Versteigerung. Hier drei KurzBlicke:

Thun-Panorama-DSCN3518-salvisberg
Ob ich wohl mehr als Gartentor rein bringe meint Peter Salvisberg

Thun-Panorama-DSCN3517-Gartentor
Ob ich wohl mehr als Salvisberg rein bringe meint Gartentor

Thun-Panorama-DSCN3525-von-G
Hallo, hier bin ich! meint Wilfried von Gunten

Und wie geht es weiter? Für den weiteren Projektablauf sind folgende Schritte vorgesehen:

  • Genehmigung AusführungsKredit durch den Thuner Stadtrat
    Baugesuch 2. Quartal 2012
    Baubeginn 4. Quartal 2012
    Fertigstellung Neubau / Sanierung Rundbau Sommer 2013
    Restaurierung Panorama-Bild ab Sommer 2013

Wir freuen uns schon heute auf den Tag der Fertigstellung, wenn es dann heisst:

  • Thun-Panorama”, das jüngste Panoramabild der Welt

Zum Schluss

Jetzt bleibt mir nur noch das Advents-Tschüss-Sagen. Ich konnte feststellen, dass diese Aktion mir viele neue Leserinnen und Leser, vor allem auch regelmässige, gebracht hat. Diese möchte ich an dieser Stelle (endlich) herzlich begrüssen. Bleibt mir weiterhin gewogen.

Ich wünsche eine schöne Weihnachtszeit

Roger Levy

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Freitag, 23. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 23. Dezember 2011 – Was ist los? Alles was nicht angebunden ist... oder wo der Käse ist.

Adventskalender 23ter Tag

Ja ist denn schon Sonntag? Nur die Zeitung im Kasten, sonst nichts? Gut, dann ist das eben so! Ich kann’s ja nicht steuern, beeinflussen. Keine Chance. Wer jetzt erwartet, dass ich “die Zeitung” kritisch auseinander nehme, irrt. Käse habe ich lieber im Kühlschrank, bzw. auf dem Teller, auf dem Brot...
Und so lasse ich den Käse, auch meinen, da wo er ist...

PS: Noch 1 x Schlafen, dann ist “Heilig Abend”, nur das ihn niemand verpasst.


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Donnerstag, 22. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 22. Dezember 2011 – Das Spiel mit Wörtern, der Zeit, mit Raum, Till Velten, Angela Hausheer und Niklaus Lenherr, der Galerie Duflon und Racz. Winter.

Adventskalender 22ter Tag
Heute ist mir schlagartig bewusst geworden, dass übermorgen “Heilig Abend” ist. Noch nie ging für mich die VorWeihnachtszeit so schnell vorbei wie in diesem Jahr. Vielleicht hängt das mit dieser, der Adventskalender-Aktion zusammen, vielleicht aber auch mit mir selber, der in diesem Jahr den Dezember, ja bereits den November, völlig gelassen angegangen ist. In den vergangenen Jahren kam in diesem Monaten immer die Frage “wie weiter?” auf. Heuer nichts dergleichen. Ich habe dank meiner Advents-Idee die RaumZeit, den ZeitRaum in geschriebene Worte gefasst. Aber nicht nur. Auch der tägliche Gang zum Briefkasten bekam plötzlich eine völlig andere Dimension. eine neue Bedeutung für mich, eine nie erkannte.
Tagtäglich suchte ich Wörter/Inhalte, die transportiert werden mussten/durften. Niklaus Lenherr hat es mir mit den Texten von Max Huwyler leicht gemacht. Er gab mir einfach einen Schups und schon tropfte es aus mir heraus. So auch heute mit der WeihnachtsKarte an meine Frau und mich. Niklaus, über all dem nicht sofort begreifbaren steht die Zeit. Wir müssen lernen, den Raum zu begehen. <
> Wir müssen unser eigenes Gehmaas finden, so wie die Art-Performerin Angela Hausheer ihren Weg entwickelt. Spätestens am Sonntag, 29. Januar 2012 um 15 Uhr darf ich im Kunstmuseum Luzern wieder ein kleines Stück Weg mit ihr “beatmen” (= ein Begriff, der sich mir heute durch eine Mail von Angela eingeprägt hat). Ich gehe noch weiter und suche den Inhalt zu “beatmetem Raum”. Eine nicht einfache Aufgabe.
Doch um was geht es bei Dayiyi? Eigentlich ist es eine ganz normale Einladung der Galerie DuflonRacz in Bern für den 13.1.2012, zur Vernissage. Hinter Dayiyi steckt Luc Andrié, Gilles Furtwängler und Elisabeth Llach, die Künstlergruppe Makrout Unité. Der Begriff Dayiyi bezeichnet auf der südostasiatischen Insel Borneo einen Kannibalen oder einen Aggressor. Sie werden die GalerieRäume dem Thema entsprechend bespielen. Mann/Frau darf gespannt an diesem Tag nach Bern fahren.
Doch was findet sich auf obigem Bild in der rechten Ecke? Fast unbemerkt ein Teil einer WinterLandSchaft. Es handelt sich um die Postkarte, ebenfalls mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel, von Till Velten. Till war an der HSLU Leiter eines Masterstudiengangs und Künstler. Er war es, der mir die Aufzeichnungen der Master Talks 01, 02 und 03 ermöglichte. Eine wertvolle Dokumentation ist dabei entstanden, die heute noch tagtäglich ihre Beachtung im Netz findet. In diesem Zusammenhang sehe ich in mir eine Pendenz. Till und ich möchten schon seit “Jahren” zusammen künstlerisch “etwas unternehmen”. Doch irgend wie ist die Zeit noch nicht reif dazu. Zu viele Wörter stehen zwischen uns Beiden.
Die Zeit, die Wörter, AbBilder und RaumBilder. Wir gehen weiter den Weg, der nicht das Ziel sein kann/darf.
PS: Noch 2 x Schlafen, dann ist “Heilig Abend”, nur das ihn niemand verpasst.


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Duflon & Racz Bern hier
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Niklaus Lenherr hier
Max Huwyler hier / hier
Kunstmuseum Luzern hier
Till Velten hier
Master Talk 01 - 03 hier / hier / hier

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 21. Dezember 2011 – Alles ist in Bewegung, selbst der Teufel (mit Video aus dem Archiv)

Adventskalender 21ter Tag

Was geht dir durch den Kopf, wenn du “Gotthard” liest oder hörst. Bei mir löst es eine kleine HirnWindungsLawine aus. Bereits als Kind war der Gotthard für mich etwas ganz Besonderes. Wenn wir jeweils in die Ferien gefahren sind, alle Jahre wieder, ging es immer über den “Berg” und gleich danach, also schon bei der Runterfahrt begann für mich Italien. Egal ob Venedig, Rimini, Catholica usw., nach der Passhöhe ging’s los mit dem südlichen Nachbarn. Das es mir auch immer schlecht wurde, bei diesen endlosen Spitzkehren, war nur ein vernachlässigbarer Nebeneffekt.
Später dann, so mit 35 legte ich mir das erste Cabriolet zu. Irgend wann entschloss ich mich, die alte Strasse, so weit noch möglich, selber zu befahren. Dach offen und... MusikKassette abspielen, in höchster Lautstärke. Aber nicht Rock, Pop oder Flop, nein Klassik musste es sein, genauer Richard Wagner. Die ganze Tragik seiner Musik erkannte ich wieder in den felsigen Schluchten der Alpenüberquerung. So da und dort, also wo Menschen sich bewegten, zeigte der eine oder andere mit seinem Zeigefinger an die Schläfe, verbunden mit dem Gedanken – was ist das wohl wieder für ein Spinner (aus Zürich). Egal. Auf der Passhöhe war der WagnerSpuk für mich vorbei. Es war gigantisch und ich kann’s nicht vergessen.
Heute nun, also am 21. Dezember 2011, finde ich in meinem Advents-BriefKasten ein Buch von Kilian T. Elsasser.
Liebe Ursula
Lieber Roger
ein kleines Geschenk zur längsten Nacht
Kilian
Ebikon, 21.12.2011
Er ist der Verfasser des Werkes und entstanden ist es wohl, weil er so was wie die personifizierte Gotthardbahn/strecke ist. Ein Kenner, wie er im Buche steht (schöne Idee, wenn ein Buch vor einem liegt). Einmal den Arm schütteln und schon geht’s los. Endlos, wenn sich die Zeit dazu her gibt. Mit dem Titel “Wanderweg Gottardo” (Zu Fuss entlang der Gotthardbahn – AT Verlag) gibt er einen Einblick in meine Aussage und seine Forschung. Es handelt sich, der Titel lässt anderes vermuten, nicht um einen hundskomunen Wanderführer, sondern um eine Einführung für Interessierte. Jede Menge Fotos aus verschiedensten Epochen ermöglichen eine KopfReise, bequem vom Sessel aus, zu. Aber irgend wann will bestimmt die Leserschaft die Gegend berühren. Da bin ich mir ganz sicher.
Zwischen-ge-danke: danke lieber Killian.
Übrigens findet sich als Mitarbeiter des Buches Dr. Lukas Vogel und das ist der, mit dem ich kürzlich ein kalt-gespenstiges Gespräch in Stans geführt habe (hier), zur BuchNeuErscheinung: “Schreckliche Gesellschaft - das Spukhaus zu Stans und das Leben von Melchior Joller”.
Und wenn ich schon beim Gotthard bin, halte ich inne und verschwinde kurz in mein Archiv. Da findet sich eine Geschichte, die mir vor Jahren, genauer 2007, Dr. Peter Troxler “vor die Kamera” geschenkt hat. Mein Text damals dazu:
we met the devil, or just a storyteller - Do you know something about Central Switzerland? Yes? After the devil’s speech you will know the true story. Or all about a innovative region. Hier die Aufzeichnung zur Wiederbelebung:


Alles ist in Bewegung, heute. Es geht also nicht nur um FussWege, sondern auch um BewegungsFormen. Nächstes Jahr kann eine Bewegungskunst, initiiert von Rudolf Steiner, ihr 100jähriges Jubiläum feiern, die Eurythmie. Dazu gibt es eine Tagung am Goetheanum in Dornach und die Einladung hat mich durch den AdventsKalender erreicht.
Ganz schön ist die GlückWunschKarte der Zentral- und Hochschul-Bibliothek Luzern. Da die Zukunft der Bibliothek alles andere als klar ist, die Politik liegt sich in den Haaren, passt natürlich der Text bestens:
Pläne, Prognosen, Prophezeiungen ...
Ob vorher Gesagtes nachher auch
tatsächlich eintrifft, weiss eigentlich
nur die Mysteriumsabteilung des
Zaubereiministeriums.
Wir wünschen in jedem Fall ein glückliches
Neues Jahr, gute Aussichten und überraschende
Schlüsselerlebnisse.
Der beigelegten Wahrsager-Karte [mit der Nummer 33] aus dem 19. Jahrhundert entnehme ich zur Ergänzung:
Schlüssel nah’
zur Hand,
Geben Dir
bekannt,
Dass gelingt
zuletzt,
Was Du
vorgesetzt,
Mein Dank geht an Frau Dr. Ina Brueckel, ich bin sicher, sie steckt dahinter, oder so...
Ja, genau. Dann gab’s noch Rechnungen und Zeitungen, wenigstens nennen sich letztere so, wohl aus Tradition...
PS: Noch 3 x Schlafen, dann ist “Heilig Abend”, nur das ihn niemand verpasst.


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Dienstag, 20. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 20. Dezember 2011 – 5 Hosen und 1 Rock in Las Vegas oder ein Fall für die Bataphysik

Adventskalender 20ter Tag

Sie ist da, die GlückWunschKarte der Wittmer’s/Treyer’s, wie jedes Jahr. Alles andere wäre unerträglich und würde mich ins Grübeln bringen. Nach Spanien ist wieder die USA fällig, wie gewohnt. Alles andere ... unerträglich und würde mich ins Grübeln bringen. Wenn ich die Karte richtig deute, wird es kein “one way” geben. The Circus Circus-Beat goes on... Danke gleichfalls, amigos míos! ... und der einsame Reiter kommt auch in Adligenswil vorbei... (Stichwort – Polaroid und HomeZine). Dazu schreibt Paul “St. Pauli” Dorn in “Ein Western” > Zitat: “Ich krächze laut und rauh: Ah, lass stecken, ich bin’s; danke Jungs! – Ich steige langsam ab und Staub steigt müde auf”. (für Adrian Hossli 6.8.93/28.5.2008 – 5 Exemplare handgedruckt, mit Maschine: 500). Auch hier zu finden, im Auge > hier.

Weiter geht’s auf meinem Ritt durch die Welt der toten Bäume. Auf dem Weg kreuze ich das Jugendstil-Hotel Paxmontana in Flueli-Ranft (hier), dass am 23. Dezember 2011 seine Tore wieder öffnet. Mein ultimativer Tipp für Leute mit gefüllter PortoKasse. Wir gehören leider nicht dazu, schliesslich ist bei meinem gestrigen SpendenAufruf “Jeder Huni zählt” auf Facebook nichts eingegangen. Gopf! Aber ich geb nicht auf. Da muss doch noch was kommen.
Nach dem Durchqueren der Bleiwüste Gnutiez Renrezul Euen und dem stolpern über den Hügel “Otto war beim Posten” beim See der Sur geht es Richtung Noseland, um auf dem laminierten PapierParket zu landen, alles schön farbig in Weiss, Glossy-Finish.

BataphysikBruno Schlatter, oder gemeinNützig auch König Bruno, der erste und letzte von Noseland, genannt, schreibt dazu:

Lieber Roger
dein Adventskalender ist eine tolle Geschichte!
Die muss gefüttert werden!
Und vielleicht weisst du in Zukunft besser, was das Batarätsel soll!!!
Gruss an U. und alle Leser deines Blogs.

Schön, Eure Majestät, aber das artet ja in Arbeit aus. Weisst du was? Hör deinen Erläuterungen selber zu und urteile dann, ob du was verstehst, oder weniger, oder mehr, oder immer noch nichts. Öffne die bataphysische PandoraBox (nichts zu verwechseln mit ähnlichen oder gleichen Wort/Tatschöpfungen), aber ohne zu öffnen. Nur dann wird das Rätsel weiter Bestand haben. Am Besten, du machst den Kopfstand, ziehst ein Bein Richtung Kinn und liest in dieser Position laut-und-deutlich dir selber vor, fehlerfrei. Gopf.

Für uns normalsterbliche Geschöpfe der elterlichen Vergnügen gibt es den Text > hier, als pdf, also aus Protest gegen Beschäftigungs-Programme, im PataDocumentFormat.

PS: Noch 4 x Schlafen, dann ist “Heilig Abend”, nur das ihn niemand verpasst.


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Montag, 19. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 19. Dezember 2011 – Formen in allen Formen

adventskalender 19ter tag

2006 fand in Luzern, organisiert vom formforum Schweiz eine Design-Biennale statt. Ich war hoch erfreut über die Aktivitäten und habe aus diesem Grund, eigentlich ungefragt, einen Blog begonnen (> hier zu finden). Zwar war Tobias von Wartburg und die Präsidentin informiert, aber einen eigentlichen Auftrag hab es nicht. Ich hab’s einfach gemacht. So ist mein erster externer Blog (neben dem kultpavillon) entstanden. Weitere sollten später folgen (Kunstpanorama Luzern, Hochschule Luzern – Design & Kunst usw.). Aber die Biennale war schon etwas besonderes. Vor allem war ich meistens mit Tobias von Wartburg unterwegs. Wir haben sehr gut zusammen gearbeitet und ich wäre heute froh, es würde sich wieder ein solcher Partner, eine Partnerin einstellen.
Den Kontakt zum Forum habe ich nie verloren, bekomme ich doch alle Ausgaben des Mitteilungsorgan des Forums.
Vom 1. – 10.6.2012 findet in Luzern wieder ein “designcontest” statt. Schau’mer’mal. Weitere Informationen finden sich > hier.

Zwischen all den Formen hat das heutige TürchenÖffnen Werbung der uninteressanten Art, das MigrosMagazin, die CoopZeitung und die führende RegionalZeitung zu GrossLuzern her gegeben.

Aber Formen retten die Welt, wenn es auch nur eine kleine, nämlich meine ganz persönliche ist. Da hat doch meine engste Kunst-Vermittlungs-Freundin S.K. zugehört, ganz genau sogar. Irgend wann habe ich wohl kundgetan, dass ich Pin-Up-Bilder/Karten/Schilder/Bücher mag. Und jetzt war sie also in einem BauMarkt!!! und hat das passende für meinen Adventskalender gefunden, wie sie schreibt. Die AufKlappKarte bekommt garantiert einen besonderen Platz in meiner Sammlung.

PS: Noch 5 x Schlafen, dann ist “Heilig Abend”, nur das ihn niemand verpasst.


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Sonntag, 18. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 18. Dezember 2011 – Der Sonntag wird verkauft

Adventskalender - 18ter Tag

Das Türchen knurrtundknarrt, es ist Sonntag und mein “Briefkasten ist mein Adventskalender” bietet lediglich zwei Sonntags-Zeitungen. Gut, jetzt könnte ich an dieser Stelle zum Inhalt schreiben, schildern, was Agenturen und JournalistInnen sich aus den Fingern gezogen haben. Doch warum? Es ist doch Sonntag und da soll geruht werden. Allzu oft nimmt man/frau sich heraus, sich überall mit dem zu bedienen, was einem gerade passt.

Feiertage? Kirchliche? Schön, dass es sie gibt, doch nur ein absoluter Bruchteil kümmert sich um die Inhalte der Anlässe, geht in die Kirche.
So auch der heutige Sonntag. Vielerorts ist Sonntags-Verkauf angesagt, der letzte vor dem “heiligen Abend”. Vor dem “heiligen Abend”, dem Tag der Heucheleien, zumindest bis die Geschenke ausgepackt und 3 Weihnachtslieder (ab CD) gehört, gesungen werden. Es sind die kleinen Kinder, die solche Tage oft retten, indem sie “da” sind. Erst wenn dann diese in ihrem Zimmer (wenn sie denn ein solches haben) verschwinden, geht’s los > Warum/Wieso/Nein/Nie mehr Weihnachten, das jährlich wiederkehrende Ritual.
Und dann sind die Kinder aus dem Haus, der Abbau beginnt. Die NordTanne wird durch einen künstlichen Baum aus dem BauMarkt ersetzt, die Kerzen weichen modernster Technologie, LED’s, blinkend, verschiedene Farben. Einstecken, staunen, ausstecken. Nie wieder. Nächstes Jahr wird auch dieser sein zeitliches segnen müssen, obwohl er noch gar nicht amortisiert ist.
Wenn dann die Kinder reinschauen, Papa mag Geschenke, Mutter wünscht sich auch was, flammt die Erinnerung auf, an die Zeiten, wo alles noch so war, wie wir es uns wünschen. Ruhe, Liebe, Harmonie. 2011 lässt dies nicht mehr zu.

Habe ich schon geschrieben, dass heute Sonntags-Einkauf angesagt ist. Der Sonntag wird verkauft und am “heiligen Abend” ausgepackt. Nächstes Jahr sicher nicht mehr...


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Samstag, 17. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 17. Dezember 2011 – Von FussAmpeln und SchneeGängern

Adventskalender 17ter Tag

Lassen wir mal die Zeitung der Region weg, ist ja eh zu alltäglich und schauen den Tatsachen ins Bild.

Luzern, eine Stadt, die Veränderung sucht und diese mit Zerstörung, mit Modernisierung verwechselt. Erst vor kurzem lehnten ein paar angrenzende Gemeinden, zum Teil ausserordentlich wuchtig, über 95% NeinAnteil, das Gespräch über eine eventuelle Fusion mit der Stadt ab. Einzige Hoffnung besteht noch im “Norden”, in Emmenbrücke/Emmen. Doch auch hier werden die GrossStadtTräume scheitern und wie Sand für Jahrzehnte zerieseln. Und wie komme ich auf einen solchen Punkt.

Im heutigen AdventsKalenderFach erreichte mich eine alte Postkarte aus der Sammlung des Künstlers Niklaus Lenherr (geh nie mit ihm in Kiosknähe, er kann’s nicht lassen, egal wo). Der dazu gehörende Text von ihm:

Lieber Roger
Ja, das waren noch Zeiten: Als die Ampeln noch etwas galten und der Schnee liegen blieb!
Herzliche Grüsse
Niklaus

Und genau das ist es. Die Ampeln sind weg, die Politiker schreiten ungebremst mit ihren Interessen voran. Selbst ein Juso küsst für eine Spende eine ExtremSVP’lerin. Hauptsache die Presse ist zur Stelle und macht ein Foto. Der Schnee, der ein Innehalten fordert, der eine Art natürliche Bremse bildet, wird sofort weggeschafft, er ist ein Hindernis im TagesFluss und da hat bitte die Natur nichts zu suchen.

Doch solange es die Brücke gibt, das Nadelöhr der mobilen Gesellschaft, wird der Fussgänger, The Pedestrian  (skiai.ch), seine Runden, seine Ecken drehen und das Beseitigen beobachten können. Wie seine Zusendung zeigt, wird zwar das Zentrum zerstört, aber an den Rändern beginnt das Leben, das Unkontrollierbare, das Randständige, das Ausgefranste, die Zukunft. Er schreibt:

Lieber Roger
Grüsse aus dem fernen Luzern
Der Fussgänger

Die Türchen sind schon alle offen.

In der Tat ist Luzern fern, aus dem Bild gerückt. Und die Türchen sind längst offen, doch nicht mehr jeder passt in und durch den Rahmen.


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Freitag, 16. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 16. Dezember 2011 – Dominik Lipp und Daniel Häller mischeln sich ein...

Adventskalender 16ter Tag

Diiie LNZ, deeer RIGIanzeiger und diiie Luzerner Rundschau, mehr gab das öffnen des Türchen für heute nicht her. Dachte ich. Doch beim Schütteln der Zeitungen, was ich mir irgend wann mal angewöhnt habe, da sich gerne was dazwischen verkriecht, fällt ein Couvert zu Boden, ohne Absender aber mit “starkem” Inhalt. Öffnen. Die Jungs von DaDo (Daniel Häller + Dominik Lipp) melden sich mit 2 Karten, die in Bezug zu ihren Arbeiten stehen. Der Text dazu:

Grüezi
- Alles Gute
- Frohe....
- bis zum nächsten Mal
- Danke
- Tschüss

So einfach kann's doch gehen und wenn ich schon mal dabei bin, 50% (geschätzte) von DaDo habe ich und meine Frau am letzten Sonntag auf Noseland (aktueller AusGehTipp > hier) bei einer Performance-Art gefilmt, also genauer, Dominik Lipp. Der Titel seiner Arbeit wird an dieser Stelle noch nicht verraten, aber dafür gibt’s ein paar EinBlicke aus dem Video-Rohmaterial.

Dominik_Lipp1

Dominik_Lipp2

Dominik_Lipp3

Dominik_Lipp4

PS: Die “anderen 50%”, also Daniel Häller war zusammen mit Laura Laeser natürlich unter/über und hinter den Zuschauern.

Links:  
Kulturtv > Dominik Lipp hier
Kulturtv > Daniel Häller hier
Dominik Lipp hier
Daniel Häller hier
   

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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 15. Dezember 2011 – WurfFlaute

adventskalender 15ter Tag

Nach den letzten ausserordentlich aktiven Tagen kommt mir der heutige Tag wie ein “Fail” vor. Die absolute WurfFlaute. Gerade mal zwei Regional-Zeitungen haben den Weg in den postalischen Adventskalender gefunden. Gut. Dann mache ich eben Pause, mit meinen FantasieErgüssen, oder so...


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Mittwoch, 14. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 14. Dezember 2011 – Alles im 14Minuten-Video verpackt


Es ist der 14. Dezember 2011, genauer, meine Aktion "Mein Briefkasten ist mein Adventskalender" läuft seit 14 Tagen. Heute kam die Massensendung an. Das wäre für Text und Foto zu viel. Aus diesem Grund mal ein Video.

Hier die LINKS zur Sendung:  
Die Doppel-DVD kann über Gisela Hochuli bestellt werden. Titel: Landvermessen – Surveying hier
Chri Frautschi’s lokal-int Biel hier
Edition Fästing plockare hier
Banz Gesundheitsmanagement hier
Nina Staehli – Peformance 2012 hier
Stephan Wittmer hier
   

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Dienstag, 13. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 13. Dezember 2011 – Die Geschichte vom kleinen Bär und dem Igel – Fuer Flurina und alle Kinder dieser Welt (Podcast zum kostenlosen Download)

Adventskalender 13ter Tag

So jetzt aber! Die Zeitung, die regionale, die COOP-Zeitung, die nationale, die Rechnung der Krankenkasse, der PC-Tipp > was soll’s? Heute absolut kein Interesse. Der Grund ist ein Couvert mit dem Absender “Flurina L.B.” Flurina ist die Tochter eines Freundes und das kleine Kunstwerk hat in mir gleich alle Lampen in Betrieb gesetzt. Diese allerliebste Sendung zu meinem Adventskalender muss ich einfach besonders belohnen. Das Resultat meiner Freude kommt in Form einer kleinen Geschichte, der Geschichte “Vom kleinen Bär und dem Igel”. Ich widme sie allen Kindern dieser Welt und insbesondere natürlich Flurina, die mich aus der Reserve gelockt hat. Vielen, vielen Dank!

Der kleine Baer und der Igel - Eine Geschichte fuer Flurina und alle Kinder dieser Welt by rogerml

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Montag, 12. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 12. Dezember 2011 – Der absolute Durchhaenger

adventskalender der 12te tag

Es musste ja soweit kommen. Der heutige Advents-Kalender bietet nichts was mich interessiert, überrascht oder noch nicht gewusst habe. Die Spannung, wann dieser Tag kommen würde, ist allerdings auch nicht ohne. Aber der Kasten sieht doch ganz schön voll zu sein? Ist wirklich nichts dabei? LeserInnen dürfen selber entscheiden. Hier eine Auflistung:

Werbung:
Fleischdiscount
D-Woche (nicht zu verwechseln mit dem D-Dayj)
Budgetsport
x-mas Geschenkideen
Lagerräumung (Der könnte bei mir auch mal vorbeikommen)
WäscheDays mit 30% Rabatt
Matratzen-Ausverkauf mit bis zu –60%
Sale bis zu 50%
Solange Vorrat – Topangebote ab 19.90
So weihnachtlich – 3für2
Sport Outlet
SuperCash mit Multimedia Special

AufPapierGedruckteWeltUndRegionalInformationen:
MirgrosMagazin > kann hier online gelesen werden
Neue Luzerner Zeitung – siehe einleitende Worte...

... und am Dienstag erwarte ich wieder mehr, aus Erfahrung. Schau’mer’mal.


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Sonntag, 11. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 11. Dezember 2011 – Geschichten die nie in einer Zeitung zu lesen sind – oder doch?

adventskalender 10ter tag

Vor etwa 46 Jahren sass ich oft an der Zürcher Riviera, so wurde der Ort genannt, wo der Zürichsee in die Limmat fliesst, beim Bellevue, und wo sich die jungen Leute zu allem Möglichen trafen.
Beim Schweizer Fernsehen findet sich ein besonders schöner Beitrag zur Zeit aus einer damaligen “Zürcher Filmwochenschau” (30.8.1968). Im Bericht geht es um das Zürcher Filmfestival und der einmaligen FreiLichtFilmBühne > hier.

Jedenfalls las ich damals eine Zeitung und plötzlich begann ich, nur noch die Überschriften zu beachten. Ich fügte diese zu einer unwirklichen Geschichte zusammen und nannte diese “Die ZwischenZeiler”. Wieder zu Hause habe ich dann alle verfügbaren Zeitungen hervor geholt und das Experiment wiederholt, unzählige Male. Der nächste Schritt war dann der Griff zur Schreibmaschine (No Computer!) wo ich das “Gelesene” festgehalten habe, auf Papier. In den folgenden Jahren habe ich dies immer wieder gemacht, zuletzt anlässlich einer Performance-Art in Luzern (hier) in Form einer Levyten-Lesung am 16.9.2010.

So drängt sich im Rahmen dieser AdventsAktion ein Beispiel auf. Ich benutze dazu die Zentralschweiz am Sonntag vom 11.12.2011. Viel Spass wünsche ich, an diesem 3. AdventsSonntag.

Das Verkehrshaus soll Hotel werden, zum Jubiläum, doch Adieu sagt die SVP. Der tausendfach keimende Ruf nach Neuwahlen lässt nicht nach, doch Toni Brunner stellt alle in Frage. Hoffen auf Job, Goldene Stiere, Suche nach Energie, mehr Schulden, der der EVZ verliert. Adieu.
Auch der Präsident steht zur Disposition und Promis feiern ihr Magazin, die Krankenkasse und höhere Prämien für Senioren.
Widmer-Schlumpf ist schon gewählt, eine Erbsünde, doch die Schweiz bringt Schweden in Zugzwang. Gripen.
Das Ziel: Kampf für Kunden und Kommune doch bald kommt's zum Departements-Gerangel: Tiermehl wieder vor der Zulassung nach dem Buch über Neat-Kristalle.
Jedoch fordert Barack Obama Geduld, Berlusconi will Sparpaket ändern und der längste Klimagipfel aller Zeiten ringt um mehr Sonntag.
Kommandant spricht von Frieden, Occupy-Protestler führen Waffenliebhaber vor und die Terrorzelle kaufte Mordwaffe von Schweizer Bank .
Der Queen-Verriss ist Kult, das Unspektakuläre in Szene gesetzt, lang lebe der Queen-Tod.
Doch, doch, ich schaue nie weit voraus.
Doch, doch, auf der Suche nach der Leichtigkeit.
Doch Hergiswil erzwingt Finalkampf und muss Stimmung machen, im Haifischbecken der NHL.
Die in Aarau sind keine Utopie, sind auf dem Weg ins Rampenlicht, da Luzern einen Weltklasse-Trainer hat. Löwen-Andy ist auf Berg-und-Tal-Fahrt, aber mit Schönheitsfehlern, mit Phantombildern und Hotelbusiness.
Im Chorkonzert gibt es Kunst für alle aus dem Songwriter-Rock-Buch, garniert mit Tuba-Quartett und historischen Fotos auf dem Weihnachtsmarkt.
Allerdings meint der Querdenker: “Wer nun geht, ist kein echter Flüchtling und eignet sich nicht als monarchistisches Ersatzritual.”
Doch dann warnt Deutschland vor Zuger Stiftung und ruft zum richtigen Auftrag auf. Als die Schule beginnt, fliessen die Spenden.
Neue Energien führen zum Schuldenalarm, da mit alter Fototechnik jeder auf eine gute Stelle hoffen kann. Wer sich weigert, erhält den Förderpreis.


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Samstag, 10. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 10. Dezember 2011 – Von SAMS und dem Nichts, dass nicht Nichts ist.

adventskalender 10ter tag

Es ist Samstag, der Tag des Sams also. Aber wer zum Henker ist Sams? Lasst uns wieder einmal in einer Suchmaschine forschen. Da findet sich zum Beispiel das Sams im Glück (auf der Leinwand ab Frühjahr 2012):

Sams ist ein Firmenteil des Handwerker- und Designer-Unternehmens Schiffer & Sams in Österreich, aber auch ein Restaurant und Music-Club in Boston USA.

Was hat das Geschreibsel nun mit meinem Adventskalender zu tun? Nichts, einfach nichts. Die Aussage gibt’s auch vertont:

Wie geil ist das denn by rogerml

Nichts ist nicht Nichts, kann aber auch nichts sein. Das ist soweit schon mal klar.
Da war wieder mal eine adressierte Werbung, die mir nichts sagt.
Da gab es ein KartonCouvert zu entnehmen, dass mich nichts angeht.
Da lag eine RegionalZeitung im Kasten, die eigentlich auch nur Gestriges aufwärmt. Da steht was zu 欧罗巴 und 英格兰, zu 卢塞恩 und dem 预算 2012, natürlich zum 整箱 und dem 庇护 的问题. Alles klar? Nichts. Wunderbar! In diesem Sinn wünsche ich euch allen einen guten Sonntag und freue mich auf > s. unten.


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Freitag, 9. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 9. Dezember 2011 – Wenn Rittiner und Gomez den Dezember schon zusammen gefasst haben entsteht ein LogBuchTableau

adventskalender - 9ter tag


Freitag nach dem Feiertag. Da kommt mir spontan folgende Aussage aus früheren Zeiten in den Sinn: “Es gibt Leute, die gehen am Montag nur wegen einem zur Arbeit, wegen dem Freitag...” Für mich hat diese Feststellung nie eine Relevanz gehabt, weil ich mein Leben lang selbständig erwerbend bin. Heute ist also besagter Freitag und der bringt mir ein DankeSchön des Zeitungsverträgers für meine Treue zur Zeitung, ein Spendenaufruf, den rontaler, den RIGIanzeiger, die Luzerner Rundschau, das Magazin eines Kreditkartenunternehmens und “Gute Qualität zum günstigen Preis...”
Dann wäre da noch die RegionalZeitung meines Vertrauens, mangels Alternative. Diese macht auf mit Walter, nicht der aus dem Tell, aber trotzdem in der Schusslinie sich befindend. Selbstverständlich auch mit den bösen PyroAnwenderInnen (gibt es eigentlich auch Frauen?, die dabei sind) und dem Verkehrshaus, dass nicht mehr Geld bekommt. Ich habe nichts dagegen, aber vor der Lobby-Maschinerie um Ständerat Konrad Graber graut’s mir.

Der eigentliche JubelAnlass bildet heute aber ein KartonCouvert aus Spiez. Beim Öffnen bestätigt sich mein Verdacht sofort. Meine Freunde Rittiner & Gomez überraschen mich mit einem OriginalAquarell und “... Hallo Roger – hier so mehr oder weniger ... ganzes Logbuch Dezember in einer kompakten Form – Lieber Gruss...”
Das LogBuch Isla Volante von Rittiner & Gomez > hier < ist für mich kein Tagebuch, wie geneigte LeserInnen vermuten könnten. Das LogBuch ist eine tägliche Bestandsaufnahme eines Zustands. Die LogbuchSchreiber und LogBuchMaler sind auf der Suche nach VerWerten, die beachtet werden könnten/sollten. Hinter jedem Eintrag steckt eine Geschichte, erzählt zwischen LeuchtTurm und Brücke, BetrachtungsRichtung wechselnd. Zum aktuellen Eintrag lese ich: “nur meer – tröstlich. oder doch ein kurzfilm?” Dazu finden sich 2 Kommentare > “schön aufgeräumt, muss ich heute auch tun.” von Reto und r&g antwortet “wir sind auch dabei, beim aufräumen.” Doch was wird aufgeräumt? Was rum liegt, was erledigt werden muss, Gedanken, Beziehungen... Was aus der Ferne als Leere erscheint, wird bei näherer Betrachtung zum Chaos, wird zur Täuschung. Der Blick aus dem Überbordenden heraus in die Ferne zeigt Ruhe und Klarheit. Das LogBuch kann zur KompassNadel werden. Auch vorgegebene Richtungen haben einen Wendekreis und dabei denke ich nicht an Henry Millers Zyklus Wendekreis des Krebses/Steinbocks sondern an Francis Picabia’s “Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann”. So lande ich wieder knallhart in der Aktualität, der Gegenwart, dem BodenStehen. Das hemdsärmelige Verhalten in der Politik, Wirtschaft und Sozialwesen muss bekämpft werden, von dir, dir und dir! Ja, du bist gemeint. Nur so kann die Insel die Frage beantworten, was du auf die Reise mitnehmen sollst.


Rittiner & Gomez beim Malen ueber die Schulter geschaut – (Video > hier)

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Donnerstag, 8. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 8. Dezember 2011 – Kathrin Racz wird aktiv und macht gar nichts.

adventskalender-8ter-tag

Heute darf von einem Feiertag gesprochen werden, von Mariä Himmelfahrt. Die Post lässt sich aber nicht beirren und liefert trotzdem aus. Dazu muss festgestellt werden, dass die RegionalZeitung NLZ das Feiern vorzieht und durch Abwesenheit glänzt. Warum fehlt sie mir eigentlich gar nicht? Ist das böse Internet schuld, dass mir mehr und vor allem globale Informationen liefert? Egal. Auch sonst herrschte eher Ruhe im Kästchen. Die Produzentengalerie Alpineum lädt mich zur Ausstellung Äther (Vernissage 17.12.2011, 14 Uhr) ein. Es handelt sich um einen Weihnachtsanlass, Pardon, Gruppenanlass, bei dem ich auch eine Arbeit zeige.
Die AHV ist heute auch vertreten. Ich habe zu viel bezahlt und erhalten nun Geld zurück. Isch doch guet, kann's dringend brauchen.
Dann findet sich noch das Weleda Magazin. Die Themen: Wachsen. Leben. Entdecken. Die Magazine können online gelesen werden, hier.

Das war’s dann schon für heute, wäre da nicht noch die Transparenz aus Bern eingetroffen. Wowww, Kathrin Racz meldet sich, wurde aktiv und relativiert gleich wieder, indem sie schreibt: “IG MACHE GAAR NÜT!” Damit verbunden fordert sie aber auch gleich: “Wosch e Brief so schrib e Brief!”

Beim genauen Betrachten der FotoKarte steigt allerdings die Frage auf, ob sie mit ihrer Aussage den allzeit bereiten Hydranten meint, der unaufdringlich am Wegesrand steht, rührungslos, bedingungslos. Wartend auf den Moment wo er gebraucht wird. Also würde hier die Aussage, dass IG MACHE GAAR NÜT! keinesfalls zutrifft. Nur die rastlose Gesellschaft nimmt diesen Begleiter nicht wahr. Aufmerksame EidZeitgenossInnen bleiben für einen SekundenBruchTeil stehen, beachten Nr. 136 und verneigen sich innerlich. Und er kann anregen!
1 = A, 3 = C, 6 = F = ACF. ACF? ACF kann viel sein. Schauen wir mal bei Wikipedia nach > hier. Auf den ersten Blick gefällt mir besonders: Action Contre la Faim, internationale Organisation gegen Hunger. Doch irgend wie scheint mir Nr. 136 zu kräftig zu sein. Aber er kann helfen!
Besonders gut finde ich auch > 
Alien Cracking Formation, eine Gruppe von jungen Leuten, die Cracktros (Crack Intros) gecrackter Software auf dem Atari ST/E programmierten; später folgten auch Mega-Demos, wie zum Beispiel "Just Buggin"; außerdem betrieben sie lange Zeit ein BBS (Bulletin Board System), die "Nightbox", welche zum schnellen Austausch von Nachrichten, Demos und Software aller Art genutzt wurde.”***
Das ist es doch. Aktiv sich an Vorgängen und Entwicklungen beteiligen, Organisieren bevor es Twitter und Facebook gab. Bewegen wir uns also in der analogen Welt, können wir unbemerkt hinter Nr. 136 Meldungen hinterlassen. Orientierte können sich dann auf diesem Weg austauschen, indem sie antworten und weitere Nachrichten hinterlassen.
Nr. 136 (ACF) ist wichtiger als angenommen, auf den ersten Blick. Und Nr. 136 hat viele FreundInnen und Verwandte auf der ganzen Welt. Nr. 136 ist Teil eines unerkannten Netzwerkes.
Ich bin sicher, dass LeserInnen zukünftig “hinter den Stillstand” blicken werden und wer weiss, vielleicht entdecken sie mehr als erwartet. Auch Geo-Caching-Freundinnen werden ihren Spass bekommen. Das GeheimLager ist da, es muss nur gefunden werden.

Danke, liebe Kathrin für deine PostSendung. Sie ist handwarm angekommen. Nieder mit der Kälte, für mehr Kommunikation.


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*** Der Wikipedia-Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ veröffentlicht. Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.
Dieser von Roger Levy geschriebene Beitrag steht ebenfalls unter einer
„Creative Commons Attribution/Share Alike“-Lizenz, einschliesslich des Fotos (LizenzgeberIn ist: Roger Levy/kulturtv.ch und Kathrin Racz)

   

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 7. Dezember 2011 – Niklaus Lenherr transportiert Max Huwyler, der sagt „bisch dinne ɥɔsıq ǝssnp“

bisch dinne bisch dusse

So, jetzt aber. Heute kein Wort zur bereits bestens bekannten Zeitung aus der Region, also aus der Regionalzeitung, kein Wort zur Werbung, also zu fliegendem Markt-TingPeng, nichts zur Armee-Liquidation innert 15 Tagen oder gefühlten 9mm dicken WerbeBroschüren aus Hochdorf. Kein Wort mehr zum 08/15 geschriebenen Wort auf toten Bäumen.

Der Künstler Niklaus Lenherr bringt mich durch den Schriftsteller Max Huwyler mit Worten zum Nachdenken.
Aber der Reihe nach. Nehmen wir die anfänglich namentlich nicht erwähnte RegionalZeitung, zeichnen willkürlich ein einspaltiges Quadrat und beginnen mit zählen: 70 Wörter, 449 Zeichen (ohne Leerzeichen). Aussage > Mitteilung ohne Aussage. Im Vergleich dazu die Postkarte mit dem Text von Huwyler: 4 Wörter, 20 Zeichen (ohne Leerzeichen). Aussage > endlos.

Endlos? Allein schon die Möglichkeiten des Lesens zaubert die Sicht aus verschiedensten Winkeln hervor. Dabei entstehen Gedanken, die sich metamorphosiere, schnell aber wieder in einen Widerspruch sich wenden. LeserInnen werden angeregt ihre Positionen zu finden. Was auf den ersten Blick nach Spiegelbild aussieht, löst sich auf und wird zum GrenzGang.

Ohne dass BetrachterInnen es bemerken, rutschen sie ab in philosophische Fragestellungen. Die Position des Seins wird zum Inhalt eigenen Handelns. Das Innen stülpt sich um, wird zum Aussen und umgekehrt. Dazwischen eine unsichtbare MittelLinie, fliessend und nicht fassbar. Bist Bist (bisch bisch), Innen Aussen (dinne dusse).

Niklaus Lenherr schreibt als BegleitText: Lieber Roger, Ja, wer ist denn nun „dinne“ und wer „dusse“? Herzliche Grüsse.


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Dienstag, 6. Dezember 2011

Mein Briefkasten ist mein Adventskalender – 6. Dezember 2011 – Vom gleichen wie gestern, lauten Traditionen, GuteNachtGeschichten zum Lesen und Hoeren, Sozialbegleitungsthemen, Steuern und Domains

advent 6 tag

KlausTag – Seit Tagen sind sie unterwegs, die Trychler und Geisslechlepfer. Der grösste Anlass dieser Tradition ist das Klausjagen in Küssnacht am Vierwaldstättersee. Dieses Jahr nahmen über 1’500 Aktive an diesem Anlass teil und zog Tausende von ZuschauerInnen an, wie die LNZ meldet. Ansonsten nichts Neues. Das WeltGeschehen besteht scheinbar nur noch aus den Bundesrats-Wahlen vom 14.12.2011 und dem AsylPlatzProblem. Die kleine, nationale Welt steht scheinbar still.

Immer wieder sonntags dienstags flattert das Mitteilungsorgan des zweiten GrossDetailisten der Schweiz, der COOP, ins Kästchen. Der Unterschied zum gestern besprochenen Blatt ist fast unerkennbar. Doch beide Zeitungen haben einen grossen Vorteil. Sie berichten durchgehend vom “Rand des Geschehens”, lassen unbekannte Menschen zu Wort kommen, natürlich neben Promis, an denen wohl heute niemand mehr vorbei kommt. In der aktuellen Ausgabe der CoopZeitung findet sich ein Beitrag zur Schauspielerin und Moderatorin Karin Lanz (keine Ahnung wo die spielt und spricht). Es geht um das Thema Gutenachtgeschichten und da bringt sie gleich ein Beispiel, dass hier sogar angehört werden kann. CrossMedia, oder wie nennt man/frau das?

Neben personalisierter und anonymer Werbung findet sich das Organ des Berufsverband, dem meine Frau angehört. Das Thema: “Sozialbegleitung mit Menschen mit einer psychischen Störung”.

Was ich gar nicht mag, sind Couvert mit dem Absender: “Justiz- und Sicherheitsdepartement”. Ich weiss ja nicht, ob ich mich staatskonform verhalte. Wer weiss das so genau?! Ich jedenfalls nicht. Heute allerdings ist es nur die Rechnung des Strassenverkehrsamt für die Verkehrssteuer.
Auch SWITCH, die Schweizer Registrierungsstelle für Internet-Domains meldet sich. Die Registrierungsgebühr für kunstundvermittlung.ch ist fällig, 17 Franken. Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum ich diese Domain noch reserviert habe. Die ursprünglichen Pläne in der Richtung haben sich zerschlagen, da ich keine PartnerInnen gefunden habe.

Und nein, ich brauche keine neuen Möbel, kein neues TV-Gerät und einen Hund haben wir auch nicht ....


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